Thermodirektdruck oder Thermotransferdruck – wo liegt der Unterschied?

Wer Etiketten drucken möchte, stößt schnell auf zwei Begriffe: Thermodirektdruck und Thermotransferdruck. Beide Verfahren arbeiten mit Wärme und kommen ohne klassische Tinte oder Toner aus. Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied.

Was ist Thermodirektdruck?

Beim Thermodirektdruck wird auf ein speziell beschichtetes, hitzeempfindliches Etikettenmaterial gedruckt. Der Druckkopf erhitzt gezielt einzelne Stellen des Etiketts. Dort reagiert die Beschichtung auf die Wärme und verfärbt sich – das gewünschte Druckbild entsteht.

Ein zusätzliches Farbband wird deshalb nicht benötigt.

Das macht den Thermodirektdruck besonders unkompliziert. Allerdings reagiert das Material auch später noch auf äußere Einflüsse wie Wärme. Deshalb eignet sich das Verfahren vor allem für Etiketten, die nicht dauerhaft lesbar bleiben müssen.

Typische Anwendungen sind zum Beispiel:

  • Versandetiketten
  • Logistiketiketten
  • Belege und Bons
  • kurzfristige Kennzeichnungen

Was ist Thermotransferdruck?

Beim Thermotransferdruck kommt zusätzlich ein Farbband zum Einsatz. Zwischen Druckkopf und Etikett befindet sich das sogenannte Thermotransferband.

Der Druckkopf erhitzt das Farbband punktgenau. Dadurch wird die Farbschicht auf das Etikett übertragen und das Druckbild entsteht.

Ein großer Vorteil: Beim Thermotransferdruck können unterschiedliche Etikettenmaterialien und Farbbänder miteinander kombiniert werden. Dadurch lässt sich das Druckergebnis sehr genau an die jeweilige Anwendung anpassen.

Thermotransferdruck wird deshalb häufig eingesetzt, wenn Etiketten länger haltbar und widerstandsfähiger sein sollen.

Typische Beispiele sind:

  • Produktetiketten
  • Typenschilder
  • Lagerkennzeichnungen
  • Barcode-Etiketten
  • industrielle Kennzeichnungen

Welches Verfahren ist das richtige?

Das hängt vor allem davon ab, wofür das Etikett verwendet wird.

Für ein Versandetikett, das nur wenige Tage benötigt wird, kann Thermodirektdruck völlig ausreichen. Soll ein Etikett dagegen über einen längeren Zeitraum gut lesbar bleiben oder stärkeren Belastungen standhalten, bietet der Thermotransferdruck deutlich mehr Möglichkeiten.

Beim Thermotransferdruck kommt allerdings noch eine weitere Entscheidung hinzu:

Welches Farbband ist das richtige?

Denn Farbband ist nicht gleich Farbband. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Wachs-, Wachs-Harz- und Harz-Farbbändern.

Und genau darum geht es im nächsten Beitrag.

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